Aktuelle Termine

Die nächsten Termine im APIAN-Gymnasium Ingolstadt:

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    11.01.2018


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„Loverboys, auch bei uns“

Elternbeirat organisiert Vortrag am 21.10.2017

Auf Einladung des Elternbeirats hielt Frau Kriminalhauptkommissarin Silke Poller, Beauftragte für Kriminalitätsopfer im Polizeipräsidium Oberbayern Nord, vor ca. 40 interessierten Zuhörern den oben genannten Vortrag. Frau Poller ist für zehn Landkreise sowie die Stadt Ingolstadt alleine zuständig.

Vortrag: „Loverboys, auch bei uns“zoom

Zuerst führte sie in einem kleinen Exkurs die Begriffe sexuelle Gewalt und die entsprechende Definition ein. Sie gab ferner an, dass die Loverboy-Fälle unter dem Begriff „ Menschenhandel“ geführt werden, d. h., sie werden in der Statistik nicht gesondert ausgewiesen.
Ein Problem in den Fällen des Menschenhandels ist, dass die Opfer von den Tätern massiv unter Druck gesetzt werden und in der Regel aus Angst vor Repressalien nichts aussagen. Auch spielt das Schamgefühl eine große Rolle.

Speziell in der Loverboy-Problematik ist es so, dass die sogenannten Loverboys den Mädchen Liebe vorgaukeln. Sie nutzen eine starke emotionale Abhängigkeit aus. Die Loverboy-Methode kam über die Niederlande nach Deutschland und hat bis dato kaum eine mediale Präsenz.
Täter sind derzeit häufig Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund. Die Täter sind in der Regel zwischen 18-28 Jahre alt, vereinzelt auch minderjährig.

Im Unterschied zu einem Zuhälter ist es bei den Loverboys so, dass diese nur am schnellen Geld interessiert sind und das Opfer kein Geld sieht. Beim Zuhälter ist es so, dass noch ein gewisser Schutzgedanke eine Rolle spielt, d. h., der Zuhälter kümmert sich darum, dass die Frauen z. B. Kondome haben, die Frauen erhalten auch einen Teil des Geldes.

Opfer der Loverboy-Methode sind Mädchen zwischen 11 und 18 Jahren, die Opfer kommen aus allen Schichten. Es sind in der Regel Außenseiterin und Einzelgängerinnen. Diese sind leichte Opfer, da sie oft ein unsicheres Auftreten und ein niedriges Selbstbewusstsein haben. Die Kontaktaufnahme findet am Schulhof, in Fastfood-Ketten oder über soziale Netzwerke statt.

Das Vorgehen ist in der Regel so, dass die Loverboys sehr charmant auftreten. Sie umwerben die Mädchen, gaukeln die große Liebe vor und geben ihnen teure Geschenke. Sie kontrollieren auch die schulischen Leistungen, da sie kein Interesse daran haben, dass die Mädchen in der Schule schlechter werden. Sie versuchen allerdings dann - leider auch meist erfolgreich - die Mädchen in der Familie und von Freunden zu isolieren. Sie versprechen den Mädchen eine gemeinsame Zukunft, geben dann allerdings an, dass sie hohe Schulden haben und diese Schulden möglichst schnell getilgt werden müssten, damit eben die gemeinsame Zukunft aufgebaut werden kann.

Hierzu fordern sie dann entsprechende Liebesbeweise ein. Das geht so weit, dass sie, nachdem der erste Geschlechtsverkehr zwischen dem Loverboy und dem Opfer stattgefunden hat, als weiteren Liebesbeweis Geschlechtsverkehr mit dem besten Freund einfordern und dann auch mit anderen „Freunden.“. Dann geht es weiter in Richtung sexuelle Nötigungen, Vergewaltigungen und die Mädchen werden dabei auch gefilmt, um sie dann mit diesen Filmen erpressen zu können.

Es gibt auch das Phänomen der Lovergirls, diese sind selbst Opfer. Über diese Lovergirls werden Kontakte mit anderen Mädchen geknüpft, die dann ebenfalls Opfer und entsprechend ausgenutzt werden.

Insgesamt ist es so, dass die Mädchen in eine emotionale Abhängigkeit geraten, dies ist ein Phänomen, das sehr schnell geht.

Hinweise darauf, dass die Mädchen Opfer werden, sind z. B. andere Kleidung, psychische Veränderungen, neue „Freunde“, Kündigung bestehender Freundschaften. Die Schwierigkeit besteht darin festzustellen, ob es sich um normale pubertäre Erscheinungen handelt oder aber Hinweise vorliegen, dass ein Loverboy aktiv ist. Das Gesamtbild ist also entscheidend.
Insgesamt ist es leider so, dass es dann sehr schwierig wird, noch an die Mädchen heranzukommen. Wichtig ist daher, dass eine entsprechende Prävention betrieben wird, um die Mädchen vor diesen Loverboys zu schützen und zu warnen.

Eine Hilfe kann hierbei auch die Homepage von www.no-loverboys.de sein, um sich entsprechend zu informieren.

Vortrag: „Loverboys, auch bei uns“

Im Namen des Elternbeirats möchten wir uns bei Frau Kriminalhauptkommissarin Silke Poller für den sehr interessanten Vortrag bedanken. Wir freuen uns auch, dass Eltern der Fronhofer Realschule und der Gebrüder Asam Mittelschule unserer Einladung gefolgt sind und an diesen Elternabend teilgenommen haben. Wir werden dem Wunsch der anwesenden Eltern entsprechend diesen Themenbereich im Auge behalten und ähnliche Vorträge anbieten.

Bei der stellvertretenden Elternbeiratsvorsitzende, Frau Sybille Gerhard, die die Initiative für diesen Vortrag hatte und bei Herrn Syma, der unseren Musiksaal vorbereitet hat und auch -trotz seines wohlverdienten Feierabends- am Ende der Veranstaltung kam, um die Räumlichkeiten abzuschließen, dürfen wir uns auch herzlich bedanken.

Den Vortrag werden wir in Kürze noch auf unsere Homepage des Elternbeirats stellen.

Dagmar Schreiber-Hiltl
EB-Vorsitzende

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